Kurz vorgestellt: Dirk Mönkemöller

Sie haben zwar keinen festen Platz in unserem Büro, aber auf unserer Kurzwahltaste. Wir stellen die freien Kolleginnen und Kollegen vor, mit denen wir am liebsten zusammenarbeiten. Diesmal: Dirk Mönkemöller, Grafikdesigner und Herausgeber

Du bist Mitherausgeber deines eigenen Magazins „The Weekender“ – wie kam es dazu?
Das lag irgendwie in der Luft. Ich hatte zuvor schon einige Fanzines herausgebracht, also Minipublikationen für den erweiterten Freundeskreis. Aber ich wollte das auf ein neues Level heben. Und da ich allerhand Schreiber, Designer, Fotografen und Illustratoren kannte, war das nötige Netzwerk vorhanden. 2011 gab es noch nicht so viele Independent Magazine wie heute. Und mit unserem Themenmix aus Reisen, Wohnen, Essen und Natur haben wir von Anfang an einen Nerv getroffen.

Ein unabhängiges Magazin zu publizieren, ist viel Arbeit. Viele Magazine verschwinden nach wenigen Ausgaben wieder. „The Weekeneder“ gibt es schon seit über zehn Jahren – inzwischen sogar auf englisch. Was ist euer Erfolgsrezept?
Disziplin, Zeitmanagement, Arbeiten im kleinen Team. Und inzwischen auch die lange Erfahrung, die wir haben. Da wir das Heft selbst herausgeben, gibt es niemanden, der uns reinquatscht. Das ermöglicht uns eine Freiheit, die größere, kommerzielle Magazine längst nicht mehr haben.

Was macht aus deiner Sicht als Editorial Designer ein gutes Magazin aus?
Eine gute Frage, die schwierig zu beantworten ist. Denn was ein „gutes“ Magazin ist, liegt ja im Auge des Betrachters – und hat nicht nur mit der Gestaltung zu tun. Ich denke, man merkt beim Lesen und Betrachten intuitiv, ob hinter einem Magazin ein Team steckt, das gerne arbeitet und Raum für Kreativität genießt.

Beim Editorial Design geht’s ja vor allem darum, dem Magazin eine einzigartiges und wiedererkennbares Layout zu verpassen. Worauf kommt es dabei an?
Ein Stück weit: Können und Handwerk. Aber auch die Bereitschaft, Gewohntes zu hinterfragen und offen für neue Strömungen zu sein. Das Gestalten von Magazinen ist ein stetiger Prozess – das ist ja das Schöne daran.

Text und Bild müssen in Magazinen immer zusammengehen. Wie gelingt eine gute Zusammenarbeit zwischen Redaktion und Grafik, damit man am Ende schöne, runde Ergebnisse bekommt?
Ganz wichtig: sich ständig untereinander austauschen und dabei auch Reibungen zulassen. Die besten Ergebnisse erzielt man durch (manchmal mühevolle) Teamarbeit. Und: niemals bei der Fotografie sparen! Gute Fotos sind für das Gelingen eines Magazins unabdingbar. Das gilt natürlich auch für Texte. Wer das nicht schafft, verliert seine Leser:innen schnell an Instagram & Co.

Was bedeutet für dich Kreativität?
Ich habe mal ein lustiges Tortendiagramm gesehen zu der Frage: Was braucht man für eine richtig gute Idee? Die Tortenstücke sind wie folgt aufgeteilt: 87% „Anstrengung“, 7,5% „Glück“, 0,5% „Begabung und Musenküsse“ und 5% „90 Minuten am Stück die Finger vom Internet lassen!“. Ich finde, das trifft’s ziemlich gut.

Welche Serie hat dich zuletzt inspiriert? Und warum?
Die Kriminalserie „Wilder“ (3sat Mediathek). Tolle Besetzung, beeindruckende Landschaftsbilder, spannender Plot. Von der Machart her ein klassischer Skandinavienkrimi – mit dem Unterschied, dass „Wilder“ aus der filmisch weniger abgenudelten Schweiz stammt.

Mehr Informationen zum „The Weekender“ und weiteren Projekten von Dirk unter the-weekender.com und dirk-moenkemoeller.de.

Über den Autor

Carolin Diel

Reportagen, Features, Interviews – Carolin ist Journalistin mit der Lizenz zum Storytelling. Als Volontärin über Themen von Gesundheit bis Wirtschaft. Immer im Fokus: die Sprache, die aus einem guten Thema erst ein lesenswertes macht.

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