„Weniger Sex“

Mit NEON und VICE haben zwei Magazine mit ähnlicher Zielgruppe einen Relaunch gemacht. VICE hat sich dafür sogar eine mehrmonatige Auszeit genommen. Hat sich der Aufwand gelohnt? Wir haben mit Florian Tomaszweski und Sven Job von vollaufdiepresse.de gesprochen. Die beiden Printmagazin-Fans haben die „neuen“ Hefte unter die Lupe genommen.

Wie findet ihr die Ergebnisse in puncto Gestaltung, Inhalt, Konzept?

Flo: So extrem finden wir das Makeover bei den Magazine gar nicht. Beide haben z. B. die Reviews kleiner gemacht – aber dafür gibt’s vielleicht auch andere Magazine, die das besser können. Das Mode-Feature in der NEON haben wir nicht verstanden – aber damit soll vielleicht einfach das Budget etwas aufgebessert werden…

Sven: Gestalterisch am auffälligsten ist wahrscheinlich die Rückkehr des Rahmens auf dem Cover der NEON. Beim Ergebnis sind wir uns nicht ganz einig. Flo findet das Cover ein bisschen nichtssagend. Ich weiß nicht, ich mag das neue Layout. Das ist so betont Achtziger. Und dazu passt auch der Instagram-Filter, den sie über viele Fotos ziehen.

Was gefällt euch an der „neuen“ NEON gut, was gar nicht?

Flo: Die „Tindergarten“-Rubrik finde ich überflüssig. Das hat doch schon jede Frauenzeitschrift behandelt! Generell wirkt das Magazininnere aufgeräumter.

Sven: Aber inhaltlich finde ich die neue NEON eigentlich immer noch wie die alte: Ein Ratgeber für Generation Y, der Dich an die Hand nimmt. Muss man mögen – oder eben nicht.

Was gefällt euch an der „neuen“ VICE gut, was gar nicht?

Sven: Die Änderungen in der Optik finden wir eher kosmetisch. Generell fühlt sich die VICE nicht mehr so schmutzig an – was die Bilderstrecken und auch die Inhalte betrifft. Es ist nicht mehr so wahllos wie früher – z. B. fehlen ja jetzt auch die „Do’s & Don’ts“. Weniger Drogen und Sex ist drin – zumindest in dieser einen neuen Ausgabe. VICE ist ein bisschen seriöser geworden.

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Über den Autor

Roya Piontek

Ein Magazin, vier Regionalausgaben und das alles in fünf Sprachen? Kein Problem. Je komplexer das Projekthandling, desto spannender die Aufgabe, findet Roya. Als Abwechslung schätzt sie Vor-Ort-Termine beim Kunden, bei denen man mit den Menschen hinter den Kulissen reden kann.

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