ZE_Nachbarschaftsbesuch: COLABOR

Zimmermann Editorial ist umgezogen. Wie sich das gehört, machen wir bei unseren Nachbarn einen Antrittsbesuch, um uns vorzustellen. Und um was über unser neues Veedel* zu erfahren. Warum gilt Ehrenfeld als kreativ, was macht das Veedel aus und – ganz wichtig – wo verbringt man die besten Mittagspausen und kriegt das frischste Feierabendbier?

Den Auftakt machen Katharina Schwartz und Martin Herrndorf vom COLABOR – Raum für Nachhaltigkeit. In dem Co-Working Space treffen Kreative und Unternehmen zusammen, die mit ihrer Arbeit einen nachhaltigen Ansatz verfolgen, und Daniela Klütsch von daklue – bewusste Markenkommunikation.

Was macht Ehrenfeld für euch aus?

Das Veedel ist total vielseitig. Es ist multikulti und bunt, aber vor allem ist die Bürgerschaft hier sehr engagiert und offen für neues. Man kann vieles ausprobieren wie Events und Projekte. Das Stadtfest „Tag des guten Lebens“ hat hier zum Beispiel seinen Anfang genommen und ist mittlerweile eine etablierte Veranstaltung in ganz Köln.

Habt ihr euch Ehrenfeld bewusst als Standort ausgesucht?

Nee, eigentlich nicht. Die Räumlichkeiten passten einfach. Jetzt möchten wir aber nicht mehr weg. Die Lage innerhalb der Stadt ist optimal, wir haben hier ein unser Netzwerk und Ehrenfeld ist für unsere Projekte einfach ein guter Standort, eben weil ein experimentierfreudiges, nachhaltig denkendes Publikum da ist. Obwohl der Stadtteil einen überraschend niedrigen Anteil an echten Grünflächen aufweist!
Mittlerweile hat allerdings auch die Wirtschaft Ehrenfeld für sich entdeckt und zieht zunehmend ins Veedel. Was leider an den Mieten für Gewerbeimmobilien zu spüren ist. Das und die Bebauung bzw. Umnutzung von Freiflächen sowie ehemaligen Industriehallen machen es „kleinen“ Kreativen und Initiativen zunehmend schwerer, für sich Raum zu finden. Aber noch herrscht hier ein besonderer Spirit und es kommen richtig gute „grüne“ Ideen aus Ehrenfeld.

Wer ist im COLABOR so vertreten?

Das COLABOR – Raum für Nachhaltigkeit versteht sich als „physischer Netzwerkort“. Hier kommen und arbeiten Freiberufler, Berater und Unternehmen zusammen, die sich für eine sozial gerechte und ökologisch tragfähige Welt einsetzen. Dabei wollen wir Nachhaltigkeit nicht „sozialpädagogisch“ vermitteln, sondern zeigen, dass Nachhaltigkeit und professionelle Kommunikation sowie wirtschaftlich tragbare Ideen nicht im Widerspruch stehen müssen.

Okay – nun zum Praktischen: Wo muss man mittags oder abends zum Essen oder für’s Feierabendbier hin?

Da hat Ehrenfeld echt eine Menge zu bieten! Wir mögen den Libanesen (Venloer Str. 439), Mr. Kumpir (Venloer Str. 276) und die Reibekuchen von Zimmermanns (Venloer Str. 279/Ecke Geisselstraße, mittwochs & freitags). Abends ist die Braustelle immer gut und – unser persönlicher Favorit – das La Vincaillerie (Leostraße 57). Die Inhaberin des Weinladens veranstaltet donnerstags (18 – 19 Uhr) immer einen Apèro, bei dem man tolle Weine probieren kann.

*Als „Veedel“ bezeichnet der Kölner die Stadtteile. Dabei ist Veedel nicht nur eine geografische, sondern auch ein höchst emotionale Definition.

Über den Autor

Roya Piontek

Ein Magazin, vier Regionalausgaben und das alles in fünf Sprachen? Kein Problem. Je komplexer das Projekthandling, desto spannender die Aufgabe, findet Roya. Als Abwechslung schätzt sie Vor-Ort-Termine beim Kunden, bei denen man mit den Menschen hinter den Kulissen reden kann.

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