Frischzellenkur

Unzufrieden mit der MAZ, aber keine Zeit für einen Relaunch? Dann versucht es mal mit diesen fünf Tipps

1. Regeln brechen
Viele Mitarbeitermagazine werden nach dem Muster „Was gibt´s zu berichten?“ erstellt. Man fragt rum in den Fachabteilungen und Geschäftsbereichen, lässt sich Themen liefern und arbeitet sie ab. Aber kommt dabei wirklich das raus, was Interne Kommunikation leisten muss? Oder wird die MAZ dadurch nicht vielmehr zur Bühne, auf der sich Bereiche und Personen selbst darstellen? Tipp: Einmal im Monat im kleinen Kreis der Internen Kommunikation zusammensetzen und darüber sprechen, was jetzt wirklich relevant ist. Und dann proaktiv handeln und Themen aufbereiten.

2. Nach vorn schauen
Wer den üblichen Weg geht, fällt dann schnell auch in die Falle der Inaktualität und berichtet noch im März über die Weihnachtsfeier oder den Start eines neuen Produkts, das bei Erscheinen auch schon wieder alt ist. Deshalb: Wenn schon in den Abteilungen herumgefragt wird, dann nicht nach dem Gestern fragen, sondern nach Morgen: Was liegt an?

3. Kopieren
„Was macht eigentlich …?“, „In & Out“ oder „Die fünf besten …“ sind nur drei von vielen banalen, aber wirksamen redaktionellen Standards, die in jedem Publikumsmedium funktionieren. Merke: Nicht jeder Inhalt einer MAZ muss Relevanz haben. Bunte, kleine Stücke, die die Leser interessieren, binden sie ans Medium und sorgen dafür, dass auch die relevanten Inhalte gelesen werden. Deshalb: Regelmäßig an den Kiosk und ins Netz gehen, Anregungen holen und ganz uneitel kopieren!

4. Kürzer fassen
Ein früherer BILD-Mann soll man gesagt haben: „Ich schreibe Euch das Alte Testament in acht Zeilen und die komplette Bibel in zwölf.“ Na ja. Aber trotzdem: Kürzer geht immer und ist in den meisten Fällen auch besser. Digitale Medien sorgen nun mal für neue Formen des Medienkonsums. Dem müssen sich auch Corporate Medien stellen. Deshalb: Fasst Euch kurz!

5. Mal was Pfiffiges!
Das wünschen sich so viele Unternehmen von ihren Agenturen. Und lassen sich dann doch vom Fachbereich wieder die knackige Headline „Erfolgreiches Go Live von Projekt 2020“ in die Feder diktieren. Mit den Headlines, den Bildunterschriften, den Vorspännen und Zwischentiteln geht das Drama los. Interne Medien, die sich hier im üblichen Blabla erschöpfen, werden nie ernst genommen werden. Deshalb: Nehmt Euch Zeit für alle Inhalte, die sofort ins Auge springen. Sucht nach Reizworten und Wortspielen und vermeidet alle Plattitüden. Wer sich traut, startet mit einer kleinen Revolution: keine Abstimmung von Headlines mit Fachabteilungen!

Über den Autor

Lutz Zimmermann

Vom kleinen Dachstudio ins Großraumbüro in Ehrenfeld – seit Lutz die Agentur 2011 gegründet hat, ist aus seinem Zwei-Mann-Unternehmen eine 12-köpfige Agentur geworden. Was sich in all der Zeit nicht geändert hat, ist Lutz Liebe für flache Hierarchien und griffige Überschriften. Und wenn der 1. FC Köln nicht gerade verloren hat, ist er jederzeit für einen Plausch über Sport zu haben.

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