Kurznachricht statt Mitarbeitermagazin?

Unternehmen entdecken zunehmend WhatsApp und andere Messenger-Dienste als Kommunikationskanal mit ihren Mitarbeitern. Neben WhatsApp Business helfen Dienstleister wie WhatsBroadcast bei der professionellen Nutzung dieser Kanäle. Zimmermann Editorial sprach mit Matthias Mehner, Vice President Strategy & Innovation bei WhatsBroadcast.

Matthias, warum sollte ein Unternehmen auf Kurznachrichten bei der internen Kommunikation setzen?
Ganz einfach: weil es so seine Mitarbeiter wirklich erreicht. Immerhin sind neun von zehn Deutschen bei WhatsApp angemeldet und nutzen den Nachrichtendienst täglich oder zumindest mehrfach die Woche. Und die Nutzung ist keine Altersfrage: Auch bei den über 45-Jährigen liegen die Nutzerzahlen immer noch bei über 80 Prozent.

Kennst du Beispiele, bei denen Unternehmen WhatsApp in der Kommunikation mit ihren Mitarbeitern und Führungskräfte nutzen?
Vor allem für Unternehmen, deren Mitarbeiter nicht über ständigen PC-Zugang verfügen, macht der Nachrichtendienst Sinn. Zu unseren Kunden gehören beispielsweise Handelsunternehmen, die ihr Personal an Kassen und im Verkauf schnell und unkompliziert erreichen wollen. Aber auch Banken und Versicherungen informieren ihre mobilen Vertriebsmitarbeiter zunehmend häufiger mit WhatsApp statt mit Printmedien oder E-Mail-Newslettern. Ein weiteres Beispiel sind Verkehrs- und Logistikfirmen, wo ein großer Teil der Mitarbeiter ständig unterwegs ist. Das einzige Endgerät, das sie dabeihaben, ist das Smartphone.

Welche Inhalte hat die Kommunikation via Kurznachricht?
Die Informationstiefe variiert. Einer unserer Kunden schickt zum Beispiel jeden Vormittag den Speiseplan für die Kantine an die Mitarbeiter. Andere informieren über Produktneuheiten oder -anwendungsbereiche, kommunizieren Personalien oder schicken mit WhatsApp Teaser mit Links zu weiterführenden Artikeln im Inter- oder Intranet raus. Denn gerade wenn es um komplexe Inhalte geht, ist die Kombination von WhatsApp mit einem weiteren digitalen Kanal schon sinnvoll. Wiederum andere nutzen unseren Kurznachrichten-Service übrigens bei der Einarbeitung neuer Kollegen.

Wie funktioniert das?
Jeder neue Mitarbeiter, der sich mit seiner Mobilnummer registriert, bekommt in Nachrichtenform wichtige Informationen zum Unternehmen wie beispielsweise Umsatzkennzahlen, Unternehmenskultur- und Werte, Ansprechpartner oder Veranstaltungshinweise zugeschickt. Und weil WhatsApp ja ursprünglich ein Dialogmedium ist, können die Mitarbeiter auch Rückfragen stellen.

Wer beantwortet diese Rückfragen?

Für Standard-FAQs beispielsweise zum Unternehmen kann ein Chatbot eingesetzt werden. Weiß der nicht weiter, greift ein „echter“ Mitarbeiter ein. Der Chatbot lernt dazu und kann die Fragen dann künftig eigenständig beantworten.

Wie kommt ein Unternehmen eigentlich an den WhatsApp-Verteiler?
Mitarbeiter können sich via Link anmelden. Der kann im Intranet, via E-Mail, Newsletter oder Aushang verteilt werden.

Und was ist dabei eure Funktion?
Wir erleichtern mit unserem Chat Center die Verwaltung und Pflege des Verteilers sowie das Content Management. Auch einen Chatbot kann man mit unseren Tools anlegen oder Messenger-Newsletter verschicken. Die Nutzungsmöglichkeiten sind vielfältig. Deshalb kann ich Firmen nur raten: Werdet bei der Wahl der internen Kommunikationskanäle moderner!

Foto: ©WhatsBroadcast

Über den Autor

Roya Piontek

Ein Magazin, vier Regionalausgaben und das alles in fünf Sprachen? Kein Problem. Je komplexer das Projekthandling, desto spannender die Aufgabe, findet Roya. Als Abwechslung schätzt sie Vor-Ort-Termine beim Kunden, bei denen man mit den Menschen hinter den Kulissen reden kann.

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