Mit Struktur gegen den Sprachsalat

Mehrsprachige Publikationen bringen Projektmanager zuweilen zum Haare raufen. Mit diesen Tipps bleiben Sie ganz entspannt.

1. Nicht zu früh mit der Übersetzung starten
Wird in der Basis-Version etwas geändert, was für die Übersetzung relevant ist, kostet das parallele Nachhalten im Zweifel mehr Zeit, als noch einen Tag auf eine verbindliche Freigabe zu warten.

2. Freigabeprozesse möglichst straffen
Gerade wenn es um mehrere Fremdsprachen-Versionen geht, sollte man bei der Freigabe der Basis-Version schauen, wer wirklich sein OK geben MUSS. Korrekturen von
„Selbstverwirklichern“ kosten in diesem Fall unnötig Nerven und Zeit.

3. Klare Wordings und Schreibweisen
Ihr Unternehmen hat feststehende Begriffe für bestimmte Arbeitsbereiche, die Unternehmenskultur oder Herstellungsprozesse? Und was ist mit Jobbezeichnungen?
Sollen die einheitlich auf Englisch sein oder jeweils in die Landessprache übersetzt werden? Dann halten Sie solche Regeln vorab als verbindliche Guideline für die Übersetzer fest. Das ist zwar einmal richtig Aufwand, erspart im Nachhinein aber viel Ärger.

4. Jeder Jeck ist anders
Das gilt auch für Sprachen, die in verschiedenen Ländern gesprochen werden. Portugiesisch ist nicht Brasilianisch – also bei der Auswahl des passenden Übersetzers schauen, dass man wirklich einen Native Speaker aus dem Zielland beauftragt. Alternativ kann man die Übersetzung lokalen Kollegen zum Check geben. Apropos Übersetzer: Ein guter Übersetzer kostet nun mal Geld – hier ist Sparen (meist) nicht angebracht.

5. Termintreue
Gerade bei mehrsprachigen Publikationen gehören noch mehr Gewerke zu einem Projekt als bei einem einsprachigen Magazin. Im Interesse aller Beteiligten sollten Timings deshalb möglichst gehalten werden – dann können auch die Übersetzer ihre Ressourcen planen und schneller liefern als bei ad hoc Aufträgen.

Über den Autor

Roya Piontek

Ein Magazin, vier Regionalausgaben und das alles in fünf Sprachen? Kein Problem. Je komplexer das Projekthandling, desto spannender die Aufgabe, findet Roya. Als Abwechslung schätzt sie Vor-Ort-Termine beim Kunden, bei denen man mit den Menschen hinter den Kulissen reden kann.

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